Leer/Stand – Der Brotladen oder: Wem gehört der Stadtraum?

von Antigone Akgün
frei nach Bertolt Brecht

Konzept und Entwicklung: Antigone Akgün

„Hier lagern Irrtümer, die gehören der Firma / Damit kacheln sie die Böden / An die darf keiner ran.“ (Einstürzende Neubauten) — Einsame Gebäude im Herzen der Stadt. Menschenleere Bauten, wo das Leben pulsiert (hat). Leerstand und Verdrängung wohnen dicht beieinander. In seinem Stückfragment Der Brotladen untersucht Bertolt Brecht die Wirkweisen des Marktes. „Aufsteigender / Gegen die Klagen der Untergehenden verstopf Dein Ohr.“ Wie sieht es heute aus – im (post)pandemischen Spätkapitalismus? Wem gehört der Stadtraum, die Bremer Innenstadt? Welche politische Sprengkraft liegt in den freien Räumen und Immobilien? Ausgehend von Brechts Der Brotladen entwickelt Performerin und Dramaturgin Antigone Akgün eine performative Installation zwischen Theater und Stadtforschung. In Zusammenarbeit u. a. mit der ZwischenZeitZentrale und in einem Rechercheprozess mit der Bremer Stadtgesellschaft sollen leerstehende Gebäude der Innenstadt zu Erzählräumen werden. Welche einstigen Häuserkämpfe rumoren noch in den Ritzen der Dielen? Wer sind und waren die Verdrängten? Und welche neuen Formen des Miteinanders wären möglich?

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