Kleines Haus

Mutter Vater Land

von Akın Emanuel Şipal
Uraufführung
Regie: Frank Abt

„Wie kann man sich vor den Blicken anderer schützen? – Ich starre zurück.“ (Hengameh Yaghoobifarah) – Theater gilt als Ort der Empathie und Perspektivwechsel. Aber wie kann man andere Blickwinkel auch im realen Leben einnehmen? Es mehren sich die Stimmen derer, die allzu lange nicht gehört wurden. So versammelt etwa die Anthologie „Eure Heimat ist unser Albtraum“ (2019) Texte über Deutschland aus der Sicht von jenen Deutschen, denen das Deutschsein oft abgesprochen wird. Was hindert uns daran, die Vielfalt dieses Landes anzunehmen, die längst Realität ist? Akın Emanuel Şipal knüpft an aktuelle Debatten an und erzählt in seinem neuen Stück hundert Jahre Familiengeschichte zwischen Istanbul, Breslau, Adana, Wanne-Eickel, Athen und Hamburg. In Szenen, Träumen und Rachefantasien begegnen sich vier Generationen, erzählen von Tief- und Höhepunkten und bringen sich auf den neusten Stand. Jeder szenische Versuch setzt die Familiengeschichte in Beziehung zu gesellschaftlichen Umbrüchen der Vergangenheit, der Gegenwart und Zukunft.


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