Theater am Goetheplatz

Die Krönung der Poppea

Dramma musicale in einem Prolog und
drei Akten von Claudio Monteverdi
Text von Giovanni Francesco Busenello
In italienischer Sprache mit deutschem Übertext
Musikalische Leitung: Christoph Spering
Regie: Tatjana Gürbaca

„Everything is about sex. Except sex. Sex is about power.“ (Francis Underwood, House of Cards) — Poppea weiß genau, was sie will und nimmt sich, was sie will. Mit allen Mitteln der erotischen Manipulationskunst arbeitet sie sich nach oben, an die Spitze des römischen Kaiserreichs, an die Seite Kaiser Neros. Denn auch Nero, dem Staatsräson und politische Verantwortung fremd sind und der sein Reich gnadenlos seinen persönlichen Interessen preisgibt, ist Poppea verfallen; ein Wink von ihr genügt und er räumt aus dem Weg, was die legale Verbindung zwischen ihnen noch verhindert: Er verstößt seine rechtmäßige Ehefrau Ottavia und verordnet dem Philosophen Seneca, der vergeblich an Neros Vernunft appelliert, den Suizid. Mit „Die Krönung der Poppea" entwerfen Monteverdi und sein Librettist Busenello ein ebenso sensibles wie schonungsloses Psychogramm einer narzisstischen Gesellschaft, in der Lust, Ehrgeiz und Egoismen regieren und der jeglicher moralischer Kompass abhanden gekommen ist.

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