Theater am Goetheplatz

Kasimir und Karoline

nach Ödön von Horváth

Regie: Alize Zandwijk​

„I can’t pay no doctor bill, but Whitey’s on the moon. Ten years from now I’ll be payin’ still, while Whitey’s on the moon.“ (Gil Scott-Heron) — Karoline möchte sich auf dem Oktoberfest amüsieren. Die Menschen ringsum schauen hoch zum Zeppelin. Und der abgebaute Kasimir schimpft: „Da fliegen droben zwanzig Wirtschaftskapitäne und herunten verhungern derweil einige Millionen.“ Ödön von Horváth schrieb Kasimir und Karoline als Volksstück „in unserer Zeit“ und meinte die Massenarbeitslosigkeit nach der Weltwirtschaftskrise. Knapp hundert Jahre später befragt Alize Zandwijk den Stoff auf seine Aktualität in der Weltvirenkrise. Oktoberfest und Freimarkt sind geschlossen, Kleinunternehmer:innen gehen bankrott und Multimilliardäre schießen Raketen Richtung Mars. Welche Chance hat der Mensch im Kapitalismus? Und welche hat die Liebe? Karoline und Kasimir versuchen ihr Glück, aber scheinen zu schwer füreinander. Und doch: „Man hat halt so eine Sehnsucht in sich …“

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