Theater am Goetheplatz

Die heilige Johanna der Schlachthöfe

von Bertolt Brecht
Regie: Alize Zandwijk

„Eine Welt muss umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden konnte, ist eine Anklage, und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen armen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.“ (Rosa Luxemburg) — Johanna kämpft. Für die VerliererInnen der Globalisierung und gegen die Gier ihrer Profiteure. Mit den schwarzen Strohhüten gründet sie eine gewaltlose Bewegung des Widerstands, die den Mächtigen gewaltig zusetzt. Bis an den Verhandlungstisch der Großkapitalisten schafft es das Mädchen Johanna und ringt dem Konzernchef Mauler Zugeständnisse ab. Als der sich angesichts verlockender Börsengewinne nicht an den Deal hält, sieht sie nur noch einen Ausweg: Gewalt zu gebrauchen, wo Gewalt gebraucht wird. Nach „Der gute Mensch von Se­zuan“, „Die Ratten“ und „Auferstehung“ setzt Alize Zandwijk ihre Auseinandersetzung mit Fragen der Gerechtigkeit im Kapitalismus fort und beschäftigt sich – einmal mehr – mit einer starken, modernen Frauenfigur.

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