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Chaosmos – Der Film

Eine filmische Gabelstapler-Oper über Ordnung und Unordnung von Marc Sinan / Tobias Rausch / Konrad Kästner

Der Versuch, Ungeordnetes zu ordnen, bestimmt unser Leben. Wir versuchen, noch im größ-ten Chaos Ordnungsprinzipien zu entdecken und für uns nutzbar zu machen. Wo Durcheinan-der herrscht, versuchen wir eigene Systeme zu schaffen. Wie auch sollten wir sonst durch den Alltag finden?

Für die Musiktheaterproduktion »Chaosmos« beschäftigten sich der Komponist Marc Sinan, der Autor Tobias Rausch und der Regisseur Konrad Kästner mit unserer Angst vor dem Chaos und mit der Natur menschlicher Ordnungssysteme. Welchen Sinn haben sie, welchen Unsinn? Sind sie vielleicht vergeblich, und wem dienen sie am Ende eigentlich?

Jetzt kommt »Chaosmos – der Film« raus – die coronabedingte Weiterentwicklung des ge-meinschaftlichen Projektes von drei Musiktheaterhäusern und zwei Förderinstitutionen, im Rahmen der Förderinitiative »NOperas!«. Am Samstag, 5. Dezember 2020 um 20:00 Uhr fei-ert »Chaosmos – der Film« im Live-Stream Premiere auf nachtkritik.de.

Die Film-Version ist ein berauschender Trip durch das Logistikzentrum unserer Welt, in dem die Lageristen Jay und Joe versuchen, Ordnung von Chaos und Sinn von Wahnsinn zu trennen. Der Film besteht aus insgesamt 24 Teilen, die nach der Premiere auf der Seite noperas.de und chaosmos.info sowie weiteren Webportalen zum Abruf bereitstehen. Dort können die Videos chronologisch oder in beliebiger Reihenfolge, am Stück oder in Einzelteilen angesehen werden. Diese Anlage kommt dem individuellen Ordnungsbedürfnis der Zuschauer*innen nach und eröffnet ihnen zugleich immer neue faszinierende Sichtweisen.

Mit »Chaosmos« startete der Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm) von NRW KULTUR-sekretariat und Kunststiftung NRW in der Spielzeit 2019/2020 seine neue Förderinitiative »NOperas!«. »Chaosmos« kam im Januar 2020 als Oper für vier Solisten, Orchester und Ga-belstapler an der Oper Wuppertal zur Uraufführung. Die weiteren geplanten Aufführungen an der Oper Halle und am Theater Bremen mussten durch COVID-19 entfallen. Der Film wurde entsprechend des Kooperationsgedankens mit Beteiligten der Wuppertaler Uraufführung und Sänger*innen aus dem halleschen Opernensemble sowie mit Gästen produziert.

»Fonds Experimentelles Musiktheater« (feXm) und Förderinitiative »NOperas!«
Der »Fonds Experimentelles Musiktheater« (feXm) von NRW KULTURsekretariat und Kunst-stiftung NRW ist seit anderthalb Jahrzehnten die einzige einschlägige Förderinitiative im deutschsprachigen Raum, die gemeinsam mit Ensembles in der freien Theaterszene und im Verbund mit Schauspiel- und Opernhäusern neue Musiktheaterformate entwickelt und produ-ziert.

Mit dem Start seines neuen Förderprogramms »NOperas!« erweiterte der feXm Anfang 2019 maßgeblich die künsterischen Ansätze und die Reichweite. Für jeweils drei Spielzeiten schlie-ßen sich mehrere Theater zu einem Verbund zusammen. Gemeinsam realisieren sie in jeder Saison ein Projekt, das an allen Theatern gezeigt wird. Die beteiligten Häuser stellen abwech-selnd die Erst- und Nachfolge-Produktionsstätten. Jenseits der von den Theatern eingebrach-ten Ressourcen an Bühnenpersonal, Technik, Gewerken und sonstiger Infrastruktur stellt der feXm gemeinsam mit den Theatern für jede Produktion ein Produktionsbudget bereit.

www.noperas.de

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»NOperas!« – eine Initiative des Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm). In gemeinsa-mer Trägerschaft von NRW KULTURsekretariat und Kunststiftung NRW, in Kooperation mit Oper Halle, Oper Wuppertal und Theater Bremen.

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Besetzung:

Jay: Ulrike Langenbein

Joe: Rike Schuberty


Das Sopranandroid: Anke Berndt
Das Mezzoandroid: Yulia Sokolik
Das Tenorandroid: Robert Sellier
Das Bassandroid: Andreas Fischer


Komposition: Marc Sinan

Regie, Kamera, Montage & VFX: Konrad Kästner

Buch & Idee: Tobias Rausch

Mitarbeit Buch: Janette Mickan

Recherche: Nancy Steininger

Film- und Bühnenfassung: Konrad Kästner

Ausstattung: Eylien König, Karina Ferg

Puppenbau: Annemie Twardawa, Ulrike Langenbein

Ton: Martin Müller

Musikmischung: Karsten Lipp

Sprecher: Ulrike Langenbein (Pflanze), Thomas Wehling (Kartograph), Georg Böhm (Container)

Synthesizer: Oguz Büyükberber

Gitarre: Marc Sinan

Studienleitung: Peter Schedding

Projektleitung: Eric Nikodym

Produktionsleitung: Michaela Dicu


Wir bedanken uns ganz herzlich bei:
Maximilian Grafe, Brigitte Heusinger, Berthold Schneider, Florian Lutz, David Greiner, Roland Quitt, Carlotta Bohne, Ann-Kathrin Franke, Wiebke Wesselmann, Lena Mallmann, Peter Erlenkötter, Jacob Kluge, Uwe Riediger, Greve Studio

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